Big Boy: ein Tag mit den "Rock-Beamten" (scroll for English version)

Big Boy & Clemens @ work Rockmusik - wer denkt da nicht immer gleich an "Sex, drugs and Rock 'n' Roll"? Aber dass Studioalltag beim Aufnehmen einer CD ganz anders aussieht und eher harte Arbeit etwa im Sinne eines "9 to 5" Jobs bedeutet, wird dabei sicherlich vergessen. Bei Big Boy liegt der Hauptteil dieser von Disziplin geprägten Arbeit in den Händen zweier Brüder, die in der Tat ein perfektes Team bilden. Unruhr besuchte sie direkt vor Ort und bekam einen umfangreichen Einblick und interessante Infos zur Aufnahme des neuen Albums "Ponygirl". Das Ganze geschieht hinter einer unscheinbaren Fassade, wo man eine solche Schatzkammer von Studio gar nicht vermuten würde...

NEW: English translation !
Big Boy: one day with the "Rock appointees"
Rock music - who doesn't think right away of "Sex, drugs and Rock 'n' Roll"? But that every-day studio work is a completely different thing and rather means hard work like in a "9 to 5" job, most people forget for sure. For German Newcomer Big Boy the main part of this disciplined labour lies in the hands of two brothers, who actually form a perfect team. We visited them at the site of recording and got a comprehensive insight and interesting information concerning the production of the new album "Ponygirl". It is taking place behind a unimposing house front, where you would never expect such a treasury...

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Little Dragon: „Es gibt nichts Inspirierenderes, aber auch Deprimierenderes als einen grauen Tag“

Little dragonLittle Dragon kommen aus Schweden. Little Dragon spielen keinen Rock 'n' Roll und sind nicht beeinflusst von den Beatles und auch nicht die Geschwister oder Kumpel von jemandem, der in einer Band ist. Selten heutzutage. Wenn man aus Schweden kommt. Little Dragon sind Yukimi Nagano (Gesang), Håkan Wirenstrand (Keyboard), Fredrik Källgren Wallin (Bass) und Erik Bodin (Drums). Sie machen Elektro-Pop. Mit Soul. Und das machen sie gut.

Ich habe mich mit der auf der Bühne kindlich unbefangen, aber gleichzeitig zerbrechlich wirkenden Frontfrau Yukimi und ihrem Bandkollegen Erik nach einem ihrer Konzerte zusammengesetzt und über Kirchen als Konzertsäle, Musik als Mindset und Blumengeschäfte als Businessalternative geplaudert.

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Plain White T’s: Spätzünder und „very sad people“

Plain White T'sSie sind schon ganze zehn Jahre im Business, hatten aber erst im letzten Jahr ihren großen Durchbruch mit der Kuschelballade „Hey There Delilah": die Plain White T's.
Derzeit sind die fünf Jungs aus der Nähe von Chicago auf einer Headlining-Tour durch Deutschland und Australien unterwegs.
Wie ihre Konzerte zeigen, sprechen die jungen Amerikaner eine ungeahnt breite Masse an Zuhörern an, die von den für eine solche Jungs-Band üblichen pubertierenden Mädchen über Frauen im mittleren Alter bis hin zu Jungs im Alter der Bandmitglieder reicht.
Am Valentinstag konnte ich mit Sänger Tom Higgenson, Gitarristen Tim Lopez und dem nur körperlich anwesenden und sich durch kurze Einrufe zu Wort meldenden Bassisten Mike Retondo eine Fragerunde über den „romantischsten" Tag des Jahres, „romantische" Lieder und „romantische" T-Shirt-Aufdrucke abhalten.

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The Hoosiers: Die großen „bumfiends“ über Selbstreinigung und Newcomer ohne Profil

The HoosierMan nehme einen recht kurz geratenen Ben-Stiller-Lookalike, einen Schnurrbartträger und einen hm... Schweden und man hat: nein, nicht die Besetzung eines „Revenge of the Nerds"-Sequels, sondern einen der nettesten, lustigsten, schrägsten und frischesten Pop-Importe aus der Indie-Export-Nation Nummer Eins, dem Vereinigten Königreich.
The Hoosiers waren vor kurzem auf Stippvisite in deutschen Landen, um ihr Debütalbum „The Trick to Life" vorzustellen, das hiesige Hörerschaft ab Ende 2008 legal als Hardware erstehen kann.
Computer- und Playstationjunkies mögen sich schon gefragt haben, von wem der comicbunte Headlinersong auf dem neuen FIFA 08 Game von EA Sports sein mag. Eben von diesem britisch-schwedischen Triumvirat, namentlich Irwin Sparkes, Alphonso Sharlando und Martin Skarendahl.
Ich hatte die Möglichkeit mich mit 2/3 der Band über Popos, Spiderman und die Backstreet Boys zu unterhalten.

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Björn Dixgård: Ein Tagträumer allein unterwegs

Björn DixgardEs regnet in Strömen und Mr. Rockstar lässt auf sich warten. Doch was man immer öfter über die Jungs des schwedischen Erfolgsrockquintetts Mando Diao liest, nämlich, dass sie gar nicht so arrogant und überheblich sein sollen, wie es die großspurigen Äußerungen am Anfang ihrer Karriere haben erscheinen lassen, stellt sich nach halbstündiger Wartezeit als absolut wahr heraus. Gerade erst angekommen steht Björn Dixgård sofort für ein Gespräch zur Verfügung. Auch sein Habitus hat nichts Selbstherrliches an sich, ganz im Gegenteil wirkt er wie der allseits bekannte „nette Junge von nebenan" und vielleicht eher etwas verloren, so ganz ohne seine Kumpels. Wie ist es denn so ohne die Band? „Es ist ganz anders. Ich muss mich um sehr viele Sachen kümmern, die ich gerne mal vergesse, weil es sonst immer jemand anderen gibt, der sie erledigen kann und wir uns gegenseitig helfen.

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Mindless Self Indulgence: Sex und Kinderschokolade

JimmyWas mich extrem aus dem Konzept bringt, als ich den kleinen, ziemlich übel riechenden Raum im Backstagebereich der Philipshalle in Düsseldorf betrete, ist, dass die komplette Band vor mir sitzt. Das hat man nur selten heutzutage. Doch scheinbar suchen die Jungs und Mädels von Mindless Self Indulgence nicht nur die Nähe zu ihren Fans, sondern auch die zur Presse. Die Entschuldigungen von allen Seiten, die den Gestank mit der über den Boden verteilten schmutzigen Wäsche erklären, die sie einfach nicht gewaschen bekommen, passen so gar nicht zu dem Bild der durchgeknallten, kompromisslos offenen und teilweise beleidigenden Band, auf die ich mich mental eingegroovt hatte. Doch wie sagt man so schön: Don't judge a book by it's cover. Und im Bezug auf Little Jimmy Urine, Steve, Righ?, Kitty und Lyn Z könnte dieser Spruch nicht zutreffender sein. Auf einem Stuhl, der mich an meine Schulzeit erinnert, mitten im Raum platziert, während sich die Bandmitglieder entspannt auf Sofas und Sesseln um mich herum verteilt fläzen, fühle eher ich mich als vor in Tribunal der Inquisition gestellt. Doch wenig genervt über ein weiteres Interview an diesem Tag, stehen mir die vier gerne Rede und Antwort.

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