Leila Akinyi auf dem Laufsteg

Mit ihrer Single "Afro Spartana" hat die Kölner Sängerin und Rapperin Leila Akinyi ein ebenso lautes wie selbstbewusstes Ausrufezeichen gesetzt, das über die Hip-Hop-Szene hinaus geht. In "Afro Spartana" spielt Leila mit den Vorurteilen farbigen Menschen gegenüber. Jetzt präsentiert sich die Frau, die "problemlos in der Sonne liegen kann" die Folgesingle ""Kein Weg zu weit" und  beschäftigt sich ausgefeilt mit Selbstbestimmheit. Akinyi ist mit ihrem Deutsch-Rap natürlich beim Kölner HipHop-Label MPM untergekommen und wenn man deren Geschichte verfolgt, hat man vor Jahren bestimmt auch von Fleur Earth gehört. Das vergleiche man nun einmal mit Leila Akinyi. Und?

Faada Freddy - Gospel journey

faada freddy gospeljourney klein„Gospel journey“ ist kein Album, das sich für eine schlagwortartige Charakterisierung eignet, weil dabei ansonsten viele kleine Details einfach den Bach runtergehen würden. Trotzdem: „Gospel journey“ ist einfach pure Stimmgewalt.

Weiterlesen

Mox Mix Jazz mit Mocky

mockyHeute erscheint ein weiteres Stück von Mockys Moxtape Serie. Inzwischen ist es Volume III, das in 23 Minuten bietet, was auch schon mal als Sun-drop-Jazz bezeichnet wurde. Der lange in Berlin beheimatete Mocky zaubert ein elegantes Mixtape dahin, das locker leicht dahin getupfte Songs enthält. Fast handelt es sich nur um Songideen, denn nach zwei bis drei Minuten ist meist schon Schluss. Das tut der Qualität jedoch keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil lösen diese angenehmen 20 Minuten das Verlangen nach mehr aus. Wer sich daher noch mehr über Mocky informieren möchte kann das hier tun: www.mockyrecordings.com

Bring your own beats mit zum Juicy Beats

bringyourownbeatsZur diesjährigen Jubiläumsausgabe des Juicy Beats Festivals am 29./30. Juli im Dortmunder Westfalenpark bieten die Veranstalter erneut ein Forum für Newcomer aus den Bereichen HipHop und Broken Beats. Auf einer eigenen Bühne dreht sich am Festivalwochenende alles um Beats, Cuts und Scratches. Beim sogenannten „Beatcypher“ können sechs ausgewählte Acts für je zehn Minuten ihre besten Stücke präsentieren. Ob im DJ-Mix, mit Laptop und Controller oder direkt von CD ist dabei alles erlaubt was instrumental ist und den richtigen Groove hat. Unter den besten Bewerbern werden zudem zwei längere Live-Sets von jeweils 30 Minuten vergeben. Hier darf auch gerappt oder gesungen werden. Bewerbungen mit Soundcloud-Link und Act-Info können bis zum 8. Mai unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! eingereicht werden.

key „pentimento“

key pentimentoKleinscheint, als ob die history of electronic music (unter anderem) besonders auch zwei haltungen hervorgebracht hat: die der wissenschaftlich / kühlen, ultraminimalistischen tonbearbeitung, die alles weglässt, was aus der sicht der konzeptanhänger nicht wirklich unbedingt muss und die, die sich eher in die korrodierten ebenen begibt; eine gewisse schmutzigkeit in sound nicht unattraktiv findet.

Weiterlesen

re-drum + emerge „persecutory delusion“

re drum emerge persecutory delusion. kleinzusammenarbeit von emerge mit re-drum: und zunächst ist da ein geradezu ambientes abtasten; noise und nicht-ton als feingliedrige bestandteile eines sehr luftigen gewebes, das die beiden wie fast nicht spürbar im laufe dieses one-trackers verdichten, immer enger werden lassen. durch dynamische interventionen genau so wie durch ein zunehmendes herausdrängen der stille als zunächst noch gleich bedeutendes element der musik.

Weiterlesen

thomas köner „tiento de la luz“

thomas koener tientodelaluzNeuNEU kleinteil zwei der auf drei teile angelegten serie, die sich allein mit dieser aus dem 16. jahrhundert stammenden musikalischen form befasst. ...natürlich auf die art und weise, wie thomas köner es interpretiert.

Weiterlesen

Fußballparties

vflpuzzleDer Coach des VfL Bochum ist als Trainer ein Traum. Gertjan Verbeek ist nicht nur fachkundiger Übungsleiter sondern auch Fußballromantiker.

Weiterlesen

Musik für zwischendurch - Marsen Jules macht Filmmusik

marsenjulesEs soll der längste Film der Welt werden. Dieses Ziel hat sich der schwedische Filmemacher Anders Weberg gesetzt. Ganze 720 Stunden soll das Epos mit dem Titel „Ambiancé“ umfassen und 2020 veröffentlicht werden. Den Soundtrack dazu steuert der Dortmunder Klangpoet und Elektronik-Musiker Marsen Jules bei (Foto rechts). Der erste Trailer zum Film hat eine Länge von 7 Stunden 20 Minuten und ist nun in voller Länge zu sehen . Gedreht wurde der Trailer in einer einzigen Einstellung am Strand von Hovs Hallar in Südschweden. Ein historischer Ort für Filmkenner, denn hier produzierte Igmar Bergman 1957 die berühmte Schachszene aus „Das siebte Siegel“. In epischer Langsamkeit lässt Weberg zwei Schauspieler die zentralen Themen des Filmes nachspielen. Eben diese Langsamkeit greift Jules in seinem Soundtrack auf und lässt seine entschleunigten Klangflächen in steten Wellen auf- und abklingen. Für die ständigen Variationen bedient er sich Techniken der Mininmal- und Ambient-Musik. Stille, Entschleunigung und Zeitlosigkeit sind schon lange wichtige Aspekte der Musik von Marsen Jules. Das passt mit der ungewöhnlichen Länge des Weberg-Films perfekt überein.
Parallel zur Filmmusik veröffentlicht Jules am 27. Mai sein neues Album „Shadows in time“ Es erscheint in über 300 individuell aufgenommenen Versionen auf CD, Vinyl-Einzelstücken und USB-Sticks.

Foto: Malte Langer

Tekas Sound aus der Kühlbox

teka straightfromthefridgeSeit Monaten schon fragt sich Ronny Trettmann "Was solls". Für diese Sinnfrage hat Teka ihm den "Straight from the fridge"-Riddim zusammengeschraubt. Das bürgt für Qualität, denn Teka zählt bereits seit Längerem zu den wichtigen deutschen Reggae-Produzenten.
Der "Straight from the fridge"-Riddim macht seinem Namen alle Ehre und wirkt tatsächlich ein wenig unterkühlt. Mit anderen Worten: Ein ganz cooles Ding. Eine eher zurückhaltende Bassline kontrastiert mit einer knallenden, fast schon schmerzhaften Snare und obendrauf kommen schön verhallte, dubbige Roots-Offbeats von der Gitarre und sparsame Sounds einer Hammondorgel.
Teka nennt das Future Reggae. Aus dieser Zukunftsmusik hat der Berliner ganz gegenwärtig eine schöne Selection mit 13 Titeln gemacht, bei der sich viele bekannte Namen der Reggaeszene zusammen fanden, um auf dem hochwertigen Backing ihre Version zu voicen. Mit dabei sind alte Bekannte wie Anthony B und Perfect Giddimani, aber auch weniger geläufige Namen wie Latty J, die auf dem Riddim "Plastic smile" von Black Uhuru neues Leben einhaucht. Zur Einstimmung sei der Track "Reggae live" von Mr. Vegas  empfohlen.