01/12 OEHL im Yuca, Köln

oehlOehl ist eine besondere Band, deren Stärken schwerer Pop und Lyrik in HD sind. Die Musik der Wiener Band steht seit 2020 für bedeutungsschwere, emotionale Musik und nach den ersten beiden Alben "Über Nacht" und "100 % Hoffnung" geht's jetzt mit neuem Material weiter. Allerdings ist das Bandprojekt zunächst auf Eis gelegt und Ariel Oehl treibt das Projekt allein weiter.
"Keine Blumen" heißt das aktuelle Album und das wird nun live präsentiert. Und all jene, die das Corona-Konzert von Oehl gesehen haben, das vom Deutschlandfunk Nova während der c/o pop augezeichnet wurde, werden die jetzigen echten Live-Termine von Oehl sicher nicht verpassen.

www.clubbahnhofehrenfeld.de
www.oehlmusik.com

Foto: Tim Cavadini

 

09/11 ÄTNA in der Zeche Carl, Essen

tna fotoDiesen Ätna zu besteigen ist kein Sonntag Nachmittag Vergnügen. Das verlangt ein wenig mehr Hingabe und Beschäftigung, denn Ätna macht Musik, die sich einer schnellen Kategorisierung entzieht. Man kann es sich einfach machen und es Elektropop nennen, aber da sind diese Anklänge an klassische Musik. Und dieser Minimalismus, der von Schlagzeuger Demian gern konterkariert wird. Ist es deshalb Jazz? Nein, vor allem ist es Song, den Inés mit ihrer Art zu singen zu etwas Besonderem macht.
Bei der Musik hören die Beiden, die sich in Dresden kennenlernten, aber nicht auf. Die Ästhetik, die sich in ihren Songs widerspiegelt setzt sich in den Videos fort. Das sind audiovisuelle Ereignisse. Daher: Ein besonderes Konzert in Essen!

www.zechecarl.de
www.atnaofficial.com

 

28/10 KIDS of ADELAIDE im Wohnzimmer, Gelsenkirchen

KidsofAdelaide PressefotSie haben ein bisschen Pause gemacht. In einer Hütte inmitten von Natur und Wildnis und dort am 5. Album gearbeitet. Dementprechend wird es "The cabin tapes" heißen. Diesen Herbst erscheint es via Handpicked Records.
Parallel gehen die Stuttgarter auf Deutschland-Tour, um ihre Indie-Folk inspirierte Musik unter die Leute zu bringen. Die Gitarren stehen immer noch im Mittelpunkt und Songwriterqualitäten zeichnen auch den neuen Output aus.
Damit sind sie ganz gut aufgehoben im Gelsenkirchner Wohnzimmer, das sich nicht durch den gleichnamigen Barock auszeichnet, sondern durch eine feine Kleinkunstbühne.

www.kidsofadelaide.de
www.wohnzimmer-ge.de

Foto: Kim Hoss

07/10 PORTMONEE im The Tube, Düsseldorf

portmonee PressebildUnprätentiöser Pop auf der Grenzlinie zum Mainstream kennzeichnet die Berliner Band Portmonee. Auf ihrem Erstlingswerk "Gesichter ohne Menschen" bekommen sie das ganz gut geregelt, ohne ihre Wurzeln in der Indie-Szene ihrer Heimatstadt zu verleugnen.
Im Oktober geht's raus auf die deutschen Straßen für eine kleine, feine Tour. Das ist etwas für Freunde der gepflegten, niveauvollen Abendunterhaltung.

www.the-tube-club.blogspot.com
www.portmon.ee

Foto: Frieder Unselt

Pop und Yoga

Im Jahr 2015 hat Kelela auch uns nachhaltig beeindruckt. Mit ihrer eigenwilligen Spielart des R&B, die zwar die Standards des Genres nicht außen vor lässt, aber mit fast schon psychedelischen Sounds anreichert.
Nach kurzer Zeit war damit Schluss und erst einmal Pause. Die Auszeit hat Kelela jetzt beendet. Nach fünf Jahren gibt es einen neuen Track der Frau, mit dem sie in ihre eigenen Fußstapfen tritt. In "Washed away" erzeugen verhallte Synthies eine ätherische Atmosphäre, die Kelela erst am Ende des Songs mit donnergrollenden Beats und Yogamoves ergänzt.
Die Amerikenerin mit äthiopischen Wurzeln sagt dazu: "Ich liebe Banger, aber für die erste Kontaktaufnhme nach meiner Pause fühlte es sich ehrlicher an, mit einem atmosphärischen heart-check zu beginnen".
Wir freuen uns, dass Kelela erneut Kontakt mit der Musikwelt aufgenommen hat, um mit uns weiterhin ihre abseitige Art von R&B und Tanzmusik zu zelebrieren.

www.kelela.co

Die Seele im Hip Hop

Schlaflos verbrachten die beiden Belgier Willem Ardui und Jean-Valéry Atohoun 20 Tage an der amerikanischen Westküste. Eine Art Selbstfindung nach dem Debüt ihres Projekts blackwave. bei Sony im Jahr 2019. Jetzt folgt der zweite Wurf "No sleep in LA" auf dem eigenen Label, in der Hoffnung mehr kreative Freiheit zu erlangen.
Der Wunsch nach Selbstbestimmtheit scheint erfüllt, wenn man die 11 Tracks auf dem neuen Album hört. Das ist unaufgeregter Hip Hop in einem breiten, gemütlichen Bett aus Soul mit der Extraportion Funkiness. Kingsize Hip Hop.
Ein furchtbar schön entspannter Sound, wozu die Beiden sehr unaufgeregt rappen und auch mal singen. Das hört sich nach Westküste an, manchmal auch nach Motown, immer nach viel Gefühl und bietet Raum für einsame Pianos, Akustikgitarren, Streicher und Bläser.
Das ist Schlaflosigkeit, die richtig Spaß macht!

www.blackwavedot.com