25/04 MARTIN KOHLSTEDT im Saalbau, Witten

kohlstedt portrtMartin Kohlstedt spielt in Kopenhagen, Amsterdam, Hamburg und Berlin. Und in Witten im April. Allein das ist Grund genug, dieses Konzert nicht zu verpassen. Kohlstedt wird in der kleinen Ruhrgebietsmetropole sein neues Album "Feld" präsentieren, das kurz vorher erscheint.
Darauf findet sich wieder Kohlstedts eigener Sound pianobasierter Elektronik. Auf dem letzten Album "Flur" von 2020 verließ sich der Mann nur auf sein Klavier. Mit "Feld" kehrt er zurück zur elektronischen Instrumentalmusik, die analoge und akustische Mindsets aus klassischem Klavier mit Ambient und Field Recordings zusammenführen. Kohlstedt Konzerte sind immer etwas Besonderes, weil die Improvisation und das Eingehen auf Publikum und Konzertsaal eine wichtige Rolle spielen.
Wir legen euch das Konzert bereits jetzt ans Herz, denn in Witten sind derzeit nur noch wenige Restkarten verfügbar. Alternativ bietet sich euch die Möglichkeit, wenige Tage zuvor nach Köln auszuweichen. In der dortigen Kulturkirche ist noch ein Zusatzkonzert anberaumt worden.

www.saalbauhauswitten.de
www.martinkohlstedt.com

Foto: J Konrad-Schmidt

12/04 OEHL im FZW, Dortmund

oehlOehl ist eine besondere Band, deren Stärken schwerer Pop und Lyrik in HD sind. Die Musik der Wiener Band steht seit 2020 für bedeutungsschwere, emotionale Musik und nach den ersten beiden Alben "Über Nacht" und "100 % Hoffnung" geht's jetzt mit neuem Material weiter. Nach einigen Umstrukturierungen in der Band hat Ariel Oehl nun wieder eine starke Band im Rücken.
"Keine Blumen" heißt das aktuelle Album und das wird weiterhin live präsentiert. Wer das Glück hatte, eins der 2022-Konzerte gesehen zu haben, will sicher nicht die anstehenden Termine verpassen.

www.fzw.de
www.oehlmusik.com

Foto: Tim Cavadini

 

13/03 L.A. SALAMI im Bumann & Sohn, Köln

lasalamiL.A. Salami bedient sich in derart vielen Genres, dass seine Fans durchaus den Überblick verlieren können. Salamis Musik kann man natürlich dem Singer-/Songwritertum zuordnen, man kann auch auf die HipHop-Einflüsse abstellen, natürlich hört man auch Soul, eventuell auch klassische Einschläge oder Sounds der afrikanischen Heimat seiner Vorfahren.
Auch das aktuelle Album "Ottoline" ist maximal vielfältig, folgt aber Lookmans Erkenntnis, dass es nicht darum geht, "wie gut du singst, sondern wie ehrlich du bist und wie authentisch und wieviel Wahrheit du in eine Melodie bekommst."
Der Brite hat seine Musik auch schon einmal als Blues der Postmoderne bezeichnet, aber vor allem sagt L.A. Salami zu seiner Musik: "This is the sound!"

www.lasalami.com
www.bumannundsohn.de

Kabelsalat mit Pampelmuse

Diese Musik kommt auf leisen Sohlen. Wäre Pantoffel-Pop eine gute Bezeichnung?
Eher nicht. Doch mit traumwandlerischer Sicherheit produziert Talking to Turtles unwiderstehliche Melodien und kombinieren sie mit ein wenig entrückter Lyrik. "Grapefruit knife" ist dafür ein wunderbares Beispiel. Die neue Single ist ein Lebenszeichen von Claudia und Florian Sievers nach einigen Jahren Stille. Selbstverständlich haben die Beiden nicht auf der faulen Haut gelegen, sondern an Produktionen anderer Musik gearbeitet und an Theater- und Filmmusik.
Aber jetzt steht der Nachfolger des 2014er Albums "Split" in den Startblöcken. Das neue, das vierte Album des Leipziger Duos wird "And what's on your mind" heißen und am 17. März via Krokant Musik erscheinen. Macht's euch schon mal gemütlich.

www.talkingtoturtles.de

 

Hammerwerk

Wir erzählten euch bereits von Marlon Hammer. Das ist der junge Bochumer, der im letzten Jahr seine Debüt-EP großkotzig-prophetisch "Bochum 2" nannte. Der 18-jährige bewegte sich damit ganz bewusst im Dunstkreis des Bochumer Säulenheiligen Grönemeyer. Damals waren wir uns nicht sicher, ob "Bochum 2" nur dicke Lippe ist oder doch echtes Pfund.
Jetzt schiebt Marlon Qualität nach und veröffentlicht die zweite EP. Diese versammelt gelungene Akustik-Versionen im Proberaum-Style und ist sehr gewitzt "Live vom Teppich" betitelt. Hier kommen die Jahre des Jungen als Straßenmusiker durch in kantig-melancholischen Songversionen. Das klingt handgemacht, rau und ist voller Stimme.
unruhr tendiert in der Bewertung derzeit immer mehr zu echtes Pfund. Hammer!

Hier geht's zur kompletten EP

90er-Nachhilfe

Mit "Joiner" taucht Blondshell tief in die Neunziger ab. Der Song entstand als die 25-jährige gerade in ihrer Britpop-Phase war. Aber "Joiner" tut man unrecht, stempelt man es als simplen Pop ab. Das Stück spart nicht an krachenden Gitarren und so hat es auch etwas vom Rock und Grunge aus Blondshells Lieblingsdekade.
Die Musik der US-Amerikanerin hört sich vermutlich so an, weil sie von der großen Popmaschine ihrer Heimat wieder ausgespuckt wurde. Mit der Erkenntnis, dass sie im Industriesound sowieso nichts zu suchen und finden hatte.
Im positiven Sinn fehlt Blondshells Songs der letzte Schliff. Genau das ist es, was das kommende Debütalbum so beachtenswert machen wird. Ein Sound mit Ecken und Kanten. Das selbstbetitelte und in Los Angeles eingespielte Album erscheint am 07. April via Partisan Records.

www.blondshellmusic.com