Mário Lúcio: "Weltmusik ist keine Musikform, sondern ein Geisteszustand."

mariolucio1World music ist derzeit in aller Munde. Hörer sind begeistert, Musiker hoffen auf den Durchbruch und die Label schachern um Anteile. Zeit, das Phänomen zu ergründen. Deshalb sprachen wir mit Mário Lúcio, Musiker von den Kapverden, der in diesem Bereich ordentlich mitmischt und im Januar sein neues Album veröffentlicht und in Deutschland tourt. Was als harmlose Konversation über kapverdische Musik begann, endete in philosophischen Betrachtungen über den Zustand der Welt und die Verbindungen zwischen Sklavenhandel, Polka, Bach und Weltmusik.

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Henning (HBLX): “den Kopf voller Ideen“, Power-Musiker + Vermittler zwischen Künstlern und Kommerz

Risin' HighZu Beginn der H-Blockx Tour zum neuen Album "Open letter to a friend" empfing uns Sänger Henning Wehland im Tourbus zu einem wirklich gemütlichen Interview über das quasi "Comeback", neue Wege im Musikbusiness, z.B. die spektakuläre Wette mit der Plattenfirma, und wie er selbst überhaupt auf Umwegen endlich das Mikrofon ergreifen konnte. Er verriet auch schon etwas über das kommende aussagekräftige Video. Die anschließende Show in der Zeche war energisch und imposant, wobei die Band sowohl einen Querschnitt durch über ein Jahrzehnt ihrer Musikgeschichte als auch viele Eindrücke aus ihrem neuen Material mit vollem Einsatz und reger Publikumsunterstützung präsentierte. Beeindruckend waren neben der äußerst bewegungsreichen Show auch Hennings gefühlvolle Einlagen am Klavier zur nächsten Single "Open letter" und der Abgangsnummer "Leaving", zu dessen Botschaft ihr im Folgenden mehr erfahren könnt.

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The Films: "Ich hätte gerne in der 50ern oder 60ern gelebt."

ImageDaran, dass die 50er genau seine Zeit gewesen wären, zweifle ich spätestens dann nicht mehr, als ich Michael Trent, dem Sänger der selbsternannten "Glambilly"-Combo The Films, gegenüber stehe: schwarz-rot-kariertes Holzfällerhemd, Röhrenjeans, spitze Schuhe und Krempenhut. Die Haare zwar nicht gegelt, dafür aber in einem kleinen Schwänzchen im Hinterwälder-Schick zusammengebunden. Noch leicht gejetlagged von der gestrigen Atlantiküberquerung und dem direkt anschließenden Eröffnungskonzert ihrer ersten Headlining-Tour durch Europa erzählt der Wahl-Südstaatler dennoch bereitwillig über das Leben in South Carolina, die New-Yorker-Musiklandschaft und Menschen ohne Zähne.

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The Pleasures: "Sex, Sex and Rock n Roll" oder ein philosophisches Konglomerat aus Rammstein + Glam

The whole bloody good lotDas hier folgende Interview mit Lord, Sensai und General Razz von THE PLEASURES fand im Anschluss an die Show im Kölner Underground statt. Front-"Diva" Dancette versuchte, dem Interview beizuwohnen und tauchte immer mal kurz alle paar Minuten zwischendurch auf, letztendlich verhinderte aber die intensive Fanpflege eine geregelte Teilnahme. Neo war leider bereits auf dem Heimweg nach Hamburg.

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Jussi 69, Rockstar on the road about home: "With my cell phone and my suitcase I’m pretty ok!"

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by Daniela Vorndran
Mit ein bisschen Verspätung, aber dafür frisch geduscht, gestylt und bestens gelaunt kam Jussi 69, Drummer der Goth-Rock-Band 69 EYES zum Treffpunkt fürs Interview. Glücklicherweise war dies nicht ein Tag, an dem er schon zig andere Interviews gegeben hatte und so war er richtig gut drauf und gab bereitwillig Auskunft darüber, welche Qualitäten ein Rockstar haben muss, warum er auch gut red hot chili sein könnte und wo er im September seinen Urlaub verbringt. Mit Sonnenbrille ob des herrlichen Wetters (in Finnland ist es ja auch viel dunkler), einer schottenträchtigen Hose mit vielen Zippern, Bändseln, etc. und einem neueren Haarstyle, der nun mehr in wild stacheliger Iroform kunstvoll in die Höhe ging statt in alle Richtungen, wäre Jussi schon bühnenfertig gewesen. Sein wohlgeformtes 6(9)-Pack-Waschbrett haben wir aber leider nicht aus nächster Nähe gesehn...

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Von Spar: "Pornos täten wir gerne schauen"

Von Spar2Als 2003 noch eine musikalische Trend-Sau namens PostPunk/No Wave durchs Dorf getrieben wurde, war Von Spars große Zeit. Das Debüt „Die uneingeschränkte Freiheit der privaten Initiative“ wurde mit seinem tanzbaren Postpunk mit nervösen Politparolen von der Presse gefeiert und brachte der Band u.a. eine Spex-Coverstory ein. 

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