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Lord: Chris "The Lord" Harms ist nun auch mit eigener finster-faszinierender Musik im Geschäft

LordWenn man eine Weile nichts von Künstlern hört, heißt das sicherlich nicht, dass sie untätig sind... Womöglich tourt die Band gerade im Ausland, arbeitet an neuen Songs oder ist in der heißen Probenphase, die neuen Livegigs manchmal vorangeht. Oder alles drei! Das trifft insbesondere dann zu, wenn Multitalente am Werk sind, die einfach mehrere Projekte bedienen können ohne in kreativen Zugzwang zu kommen. In diesem Fall schauen wir einmal nach Hamburg und was es Neues aus dem Hause Chris "The Lord" Harms gibt. Dieser hat aus seinem anfänglichen Soloprojekt eine Band geschaffen, wobei der Schaffer Namensgeber ist, schlicht und ergreifend: Lord.

Zunächst sei daran erinnert, dass er dem Leser möglicherweise bekannt ist im Zusammenhang mit Big Boy, wo er eine Weile die Sechssaitige schwang (im wahrsten Sinne des Wortes). Des Weiteren muss man die beschaulichen Glamrocker The Pleasures nennen, für die er Gitarre spielt, Songs schreibt und auch den ein oder anderen singt, z. B. "Beyond Beautiful" - meiner Meinung nach ein grandioser Song! Eine frühere Band namens Philiae und die Combo Unterart reihen sich ein. Damit nicht genug, hat Vollblutmusiker Chris seit geraumer Zeit ein eigenes Projekt als Lord - nun auch Bandname der Formation - laufen. Er erklärt die Gründung wie folgt: "Ich schreibe einfach zu viele Songs, so mindestens 2 die Woche und vor 1 ½  Jahren prasselten diese ganzen Songs auf mich ein, alle im gleichen Grundtenor, vermutlich weil mich auch ganz persönlich die Liebe überrannt hat. So entstanden unzählige Lovesongs, die nicht zu The Pleasures passten und die einen ganz eigenen Rahmen und meine Stimme verdienten. So fing ich an erstmal alleine für mich Musik zu machen und Demos aufzunehmen. Schnell habe ich gemerkt wie die Musik auf andere wirkt, das Ganze anhand von Myspace in der Öffentlichkeit getestet."

Seit ein paar Monaten gibt es also dazu eine Myspace-Seite, auf der bis jetzt Demo-Versionen in allerdings schon äußerst hörenswerter Qualität zu finden sind. Zu Beginn spielte Chris fast alle Spuren selbst ein, als Hauptgesang ist ausnahmslos seine tiefe ausdrucksstarke Stimme - auch mal mit gelegentlichen etwas aggressiveren Tonarten durchsetzt - zu hören. Das anfängliche Soloprojekt wuchs schnell zu einer fünfköpfigen Band heran, vervollständigt durch Anika Balzke (Drums), Sebi Makowski (Guitars), Klaas Helmecke (Bass) and Stefan Ehrhardt (Guitars, Piano) auch bekannt als "Sensai" bei The Pleasures. Chris dazu: "Sensai ist dabei, weil er von Anfang an ein Riesenfan meiner Songs war und irgendwann mal erwähnte, wie viel Spaß es ihm machen würde solche Musik mit mir zu machen. [...] Die Schlagzeugerin ist eine Freundin von Sensai und mir, sehr jung, gerade mit der Schule fertig, aber über alle Maßen talentiert und mit einer Spielgenauigkeit und einem Punch, den sich die meisten Kerle nicht mal ausmalen könnten,... Also fragte ich sie. Sie hat das erst nicht ernst genommen und dachte ich weil sie verschaukeln, da ich jede Menge gestandene Drummer kenne, jahrelang im Geschäft arbeitende Profis. Aber ich wollte sie, und warum ich das wollte, davon wird sich ja bald jeder live überzeugen können."

Der Sound ist klar beeinflusst und geprägt durch die Musik, die Chris' als Heranwachsender vorzugsweise hörte. Hier sind Bands wie Sisters Of Mercy, Nick Cave, Type 'O Negative, 69 Eyes, Marilyn Manson und sehr frühe HIM-Songs zu nennen. Chris erklärt: "Ich habe die Bands, die ich da aufgezählt habe eigentlich immer eher nebenbei gehört, nie so richtig, und ein bisschen gruselig fand ich's auch, schließlich war ich in meiner Jugend eher der Roxette hörende Mädchenversteher und dann der H-Blockx hörende, blondgebleichte Skater Sunnyboy. Aber diese dunkle Seite der Musik hat mich immer heimlich fasziniert und ist ein größerer Teil von mir geworden als ich damals bemerkt habe. Und genau das bahnt sich jetzt wieder seinen Weg nach draußen."

LORD - the band

Mit dieser Besetzung und dem etwas düstereren Songmaterial kann man neben dem Genre Rock sicher auch Fans von Gothic begeistern. Wir dürfen gespannt sein auf die zur Zeit in Arbeit seiende CD, an der schaffenstechnisch und kompositorischen die anderen Bandmitglieder inzwischen tatkräftig integriert sind (voraussichtliche Erscheinung in 2009), und die dann dringend fälligen Tourdates! Das Ruhrgebiet wird sie hoffentlich mit offenen Augen, Ohren und Armen empfangen. Bis dahin verschafft euch einen eigenen Eindruck und schürt schon mal die Vorfreude.

Link:
www.myspace.com/thisisnotfromthisworld