Dancehall-Don Trettmann ist zurück! Möglicherweise etwas anders als man erwartete. Mit seiner neuen EP "Kitschkrieg" widmet er sich ganz dem Trap. Diesem ultra-entspannten HipHop Style mit schleppenden Beats und zappelnder Snare. Ronny Trettmann legt aber Wert darauf, uns wissen zu lassen, dass er nicht auf einen fahrenden Zug aufspringt. Schließlich experimentiert der bisher im Reggae Verwurzelte schon seit Jahren mit diesem Sound.
Jetzt hat ihm das Berliner Produzententeam Kitschkrieg einen Klangteppich maßgewebt, der es dem sächsischen Jamaikaner ermöglicht, den nächsten Schritt zu machen. Weg vom sächselnden Klassenclown hin zum Botschafter des anderen Leipzigs. Wo es zum Glück auch Alternativen gibt zu Pegida und AfD.
Eine Entwicklung, die sich bereits beim "Tanz auf dem Vulkan" abzeichnete. Insofern überrascht es nicht, dass Trettmann darüber nachdenkt, demnächst mal auf sein Pseudonym zu verzichten. Klar, denn die fünf Tunes auf "Kitschkrieg" zeigen erneut: Der Mann muss sich nicht verstecken.
Zwar ist Krieg scheiße, "Kitschkrieg" aber ist das erste Muss 2016!
Wenn der isländische Komponist und Musikvisionär Bardi Johannsson und der französische Electropop-Vordenker Jean-Benoit Dunckel gemeinsam musizieren, dann klingt das genauso wie man es erwartet: Leinwandreife, epische Weiten treffen auf intergalaktische Instrumentierungen, eindringliche Electronica-Welten auf richtige Hooks. Nach ihrer ersten EP-Veröffentlichung als Starwalker im Jahr 2014 wird nun im April das Debütalbum der Beiden erscheinen. Es wird ebenfalls schlicht "Starwalker" heißen und vorab gibt es nun die erste Single
Aus Dortmund kommt ein neues Magazin, in dem es sich nur um Vinyl und dieses um sich selbst dreht. Mint heißt das Blatt, das heute zum ersten Mal erscheint. Und wer sich fragt, warum das Ding heißt wie ein Kaugummi, der sollte sich einfach die erste Ausgabe kaufen und zum Plattenkenner aufsteigen. Der Begriff Mint - in Kreisen der Schwarzen-Scheiben-Jünger ein feststehender Ausdruck - bezeichnet den 1a-Zustand einer Schallplatte. Entspricht in etwa dem scheckheftgepflegt der Autohändler.
Der 21-jährige Mikael Kanstad aka L/O/O/N aus Tromsø kommt eigentlich aus einem Heavy Metal Haushalt. Bald entschloss er sich aber, die Bratgitarre an den Nagel zu hängen und seiner eigenen Musik einen elektronischen Touch zu geben. Was der Junge aktuell produziert, firmiert weltweit unter EDM. Mikael aus Tromsø scheint dabei aber mehr Potential zu haben als die Vielen, die sich für EDM-Künstler halten, nur weil sie einen Laptop besitzen.
Wer Björk als Fan gewinnt, kann das nicht mit schnöden R&B erreicht haben. Und das ist Kelelas erste EP „Hallucinogen“ auch nicht. Zwar bewahrt die US-Amerikanerin das Erbe des 90er R&B und spart auch in den Videos nicht mit dem von damals bekannten Laufstegambiente und Sex-Appeal. Doch Kelela erweitert die R&B Elemente beträchtlich mit dröhnenden Beats, eiernden Loops, schriller Elektronik und krassen Technopassagen. Abgesehen vom lockeren „Rewind“ bieten die übrigen fünf Tracks von „Hallucinogen“ komplexe Arrangements und manchmal fast psychedelische Sounds. Begleitet von Kelelas schmachtendem Gesang verdreht einem das sofort den Kopf. „Hallucinogen" ist bereits seit Oktober auf dem Markt, heute wird das Vinyl veröffentlicht.