In den Jazzkreisen ist er längst bekannt. Der Londoner Flötist und Saxophonist hat mit seinem Spiel maßgeblich zum Erfolg der Sons of Kemet beigetragen. Nun hat Shabaka sich weitergebildet und bestreitet seine Solokarriere als Multiinstrumentalist und Produzent.
Man ordnet Shabaka meist dem Ambiet Jazz oder dem Spiritual Jazz zu. Hört man das neue Album "Of the earth" findet man dafür Argumente. Der Mann kombiniert Jazz und Rap, Jazz und Ethnosounds, Jazz und Elektronik. Beats und sich wiederholende rhythmische Strukturen bilden die Grundlage für ausladende Chor-Melodien, die hauptsächlich auf der Altflöte und dem Saxophon gespielt werden.
Eher keine Musik für das Grillfest mit den Nachbarn. Aber die Nachbarn wissen gar nicht, was sie verpassen. Musik von dieser ganzen Welt: Traditionell, avantgardistisch, die Basis und der Hochpunkt, genrebefreit und absichtsvoll.
"Of the earth" erscheint am 6. März bei Shabaka Records für alle, die 08/15 nicht zusammenzählen wollen.
Foto: Joseph Ouechen
Jetzt hat Jimmy seinen letzten Fluss überquert. Ich weiß nicht wie schwer es für ihn am Ende war. Für uns war es damals deutlich einfacher.
Also, eins vorweg: Das neue Album von Anna Wydra ist ihr verdammt gut gelungen! Ein Album alternativer Popmusik, das lebt von Akustik-Gitarren, Effekt-Gitarren, schrägen Synthies und coolen Beats. "Lonely motherfucker" streift dabei Folk und Stadion-Pop, bedroom und banger. Und im Mittelpunkt steht die Situation, in der sich Menschen in Annas Alter in dieser Zeit befinden.
Die britische Künstlerin hat im letzten Jahr mit ihrem Debütalbum überrascht. "Speak in the dark" verband R&B, Drum&Bass, Soul, und Jazz mit Sounds des indischen Subkontinents. Auf "Speak in the dark" folgt nun die EP "Quiet nights (Early takes)". Und dieses Werk ist deutlich jazzfokussierter, was exemplarisch der Song "Corcovado" zeigt. Aber die EP hat erneut diese dunkel-melancholische Seite, die bereits das Debüt aufwies.