Licht aus, Spot an!

TedLo ist so jung, dass er noch nicht geboren war als die Musik im Fernsehen lief, die er heute wieder aufleben lässt. "Lemonade" gräbt sich bis in die 70er zurück als die Bands Sweet und Bay City Rollers und der uncoole Moderator des Musikfernsehens Ilja Richter hießen.

Vielleicht hat TedLo das von den Eltern, mit denen er behütet in Sommerset aufwuchs. Nach ersten Erfahrungen in der heimischen Schulband ging es schnell nach Bristol zum Musikstudium. Dort vertiefte er seine Vorlieb für elektronische Musik. Seine digitalen Erfahrungen fließen in die heutige Musik TedLos ein, aber genauso bedient er sich analogen Instrumenten. Und dabei kommt eben so etwas wie "Lemonade" heraus.

Das hört man sich an und fragt sich, in welche Untiefen unserer Musiksozialisation uns TedLo demnächst führen wird.

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Miss Baas spricht unviserval language

Die Russin mit dem jamaikanischen Ghettoslang bastelt derzeit heftig an ihrem Debütalbum "F.ROOTS". Auf ihren letzten EP "M1553225" hat die Miss bereits bewiesen, dass sie in der Lage ist, Reggea und Dancehall mit Pop und Bass music zu verschmelzen. Im neuen Video "M.A.D.L. (Music a de language)" mixt sie auch diverse Sprachen zusammen für die universelle Botschaft. Global Bass Music! Da ist es doch prima, dass es lyric videos heute so in Mode sind.
"M.A.D.L. (Music a de language)" ist der Appetizer für das kommende Album und macht noch lange nicht satt!

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Party in der Banlieu

Wenn das Pariser Produzentenduo The Blaze im September das Debütalbum "Dancehall" veröffentlicht, dann sind sie bereits bekannt wie bunte Hunde. Denn mit ihren emotionalen und komplett in Eigenregie realisierten Musikvideos zu Tracks wie „Virile“ haben die beiden Cousins im vergangenen Jahr weltweit für Furore gesorgt und gleich mehrere Preise abgeräumt.
Der Elektropop von The Blaze mit Anklängen an Techno und House ist Partymusik zur Feier der Jugend, aber in einer anderen Art auch mitfühlend und bewegend. Die Süddeutsche sprach gar von einer neuen arabischen Pop-Ästhetik. Insofern ist der Titel des kommenden Albums irreführend. Denn "Dancehall" hat nichts mit der jamaikanischen Reggae-Variante zu tun, sondern meint den Dancefloor als Ort, wo Menschen zusammenkommen und Party machen. Und dort kommt man an der Musik von The Blaze bald nicht mehr vorbei.

www.theblazeprod.com

Heißer Tanz mit J-Felix

j felix 38Bristol-born and Brighton-based, das ist die knackige und alliterative Charakteristik von Joe Newman alias J-Felix. Der Mann ist uns bereits seit längerem bekannt für den fachkundigen Mix von Hip Hop und Dubbeats mit Soul, Funk und Jazz.
Heute veröffentlicht J-Felix seine neue Single und darauf findet sich mit "J-freq" ein Discokracher alter Schule. Aufgenommen in Jimmy Days analogem Studio in Brighton mit klassischem Discobass und betagten Synthies hat J-Felix am Ende noch einmal alles durch das SSL-Desk gejagt, diesem analogen Kompaktmixer, damit es so richtig schön nach 70er/80er klingt.

Bald könnt ihr "J-freq" sicher auf J-Felix' Soundcloud-Präsenz hören und dann aber ab unter die Glitzerkugel!

Denas so wrong ist so richtig

Dena sowrongErst vier Jahre ist es her, dass Dena das erste Album "Flash" veröffentlichte, doch ist sie vielen Leuten so sehr ans Herz gewachsen als sei sie schon immer da gewesen. Ihren Heimwerker-Pop hat sie über die Jahre weiter entwickelt, ohne sich und ihrer Idee untreu zu werden. Genauso möchte man doch seine Lieblingsband haben. Es soll schon wie am Anfang bleiben, aber auch nicht langweilig werden.
Dena schafft das. Da kann man sich sicher sein, wenn man nun den ersten Song des neuen, im September erscheinenden Albums hört. "So wrong" ist die alte und eine neue Dena. Ein neuer, feister Sound, der da aus den Speakern treibt. Ein Song, der mit Understatement protzt, aber astrein  - dieses Mal von Dena höchstselbst - produziert ist, um das gewohnt klare Songwriting der der jungen Berlinerin zu akzentuieren.
"So wrong" macht die Zeit bis September richtig lang, viel zu lang bis man endlich das neue Album "If it's written" in den Händen hält.

www.denafromtheblock.com

Ebony Bones: Nein zu nationalistischem Gefasel

Die britische Künstlerin Ebony Bones hat den 50. Jahrestag der sogenannten "Rivers-of-blood" Rede des britischen Konservativen Enoch Powell zum Anlass für den Song "No black in the Union Jack" genommen. Powell hat damals die nationalistische Schwafelei vorweg genommen, mit der wir uns in den heutigen Zeiten von Trump, Orban, CSU und AfD tagtäglich herumärgern müssen. Ebony Bones hält Powells Rede von 1968 für "die am meisten aufwiegelnde rassistische Rede im modernen Großbritannien".

Es fällt Bones daher nicht schwer, in "No black in the Union Jack" das alte Geschwätz Powells für die aktuelle Diskussion aufzubereiten. Dafür wurde das Video in Großbritannien gleich mal zensiert. Hier könnt ihr das Stück vom neuen Album "Nephilim" mit dem treibenden Jungle-Beat aber noch in voller Länge bewundern.

www.iamebonybones.com