Einen Moment, bitte

manoletoughSicher hat es Mano Le Tough genossen, sich im letzten Jahr intensiver um seine junge Familie kümmern zu können. Trotzdem strebt er wie alle Künstler endlich zurück auf die Bühne. Der Prolog dazu ist sein neues Album, das der Ire im August dieses Jahres verüöffentlichen wird. "In the moment" wird bei Pampa Records erscheinen, dem Label von Koze, bei dem die Musik von Mano gut aufgehoben ist.
Die aktuelle Single aus dem kommenden Album ist ein schöner DJ-Dance-Track. "Aye aye mi mi" zeichnet sich durch eine markante Bassline aus, wird akzentuiert durch eine manchmal postpunkige Gitarre und ist untermalt von Geister-Synthies. Seit heute ist die Single draußen und steigert die Erwartung an das Album und hoffentlich baldige Live-Shows von Mano Le Tough.

www.manoletough.com

Foto: Kostas Maros

Olle Kamellen - ganz frisch

LoneLady kann sich nicht allein fühlen in ihrem Berg von Synthies und Drum-Machines. Die Engländerin hat im eigenen Londoner Studio, das in einem Schießstand aus dem 18. Jh untergebracht ist, ein beachtliches Sammelsurium an Musikmaschinen der Vergangenheit angehäuft. Oberheim, Linn und Roland Drummachines gesellen sich dort zu Korg, ARP Odyssey Synthies und Doepfer Sequencern.
Mit diesen Maschinen entwarf LoneLady knallharte Electro-Dance-Tracks für ihr neues Album "Former things". Das Album hätte keinen besseren Titel tragen können und wird die in den 80ern musiksozialisierten Opas mit Sicherheit in ihre Jugend zurück katapultieren. In acht Stücken klackert, hämmert, zischelt, surrt und sägt, tickert und brummt es so herrlich wie zu Zeiten von von New Order, Cabaret Voltaire und Ultravox und manches Mal hört es sich an wie Michael Jackson oder Neneh Cherry. LoneLady kreiert eine unwiderstehliche Mischung aus Electro, Funk und Soul mit einem deutlichen Vintage-Touch.
"Former things" erschien letzte Woche bei Warp Records und ist ein fettes Teil für Jung und Alt.

www.lonelady.co.uk

Anushka bringt Farbe ins Leben

Victoria ist nicht der Meinung, dass eine Beziehung immer mächenhaft verläuft. Deshalb thematisiert Victoria das Thema im neuen Song von Anushka, deren eine Hälfte sie ist. Die andere Hälfte ist Max Wheeler, der die für die Keys und Beats von "You mine" verantwortlich zeichnet.
Anushka ist selbsternannter Erfinder des Future Souls, wie der Sound der Briten doch bitte genannt werden sollte. Es ist genaugenommen eine Melange aus HipHop, Soul und Electronica, mit Milchwölkchen von Jazz und Broken Beats, die sehr zündende Tracks hervorbringt. Ab heute auf Albumlänge. Die Briten veröffentlichen heute ihren Erstling "Yemaya" bei Tru Thoughts.

www.instagram.com/anushkauk

"Dieser dreckige Berliner Charme ist definitiv in unserem Sound drin."

leopard bandfotoDie Berliner Newcomer von LEOPARD haben in schwierigen Zeiten zwei beachtenswerte EPs veröffentlicht. Wir hatten Gelegenheit, mit Sänger Lars Paprotta zu sprechen, der uns erzählt hat, wo LEOPARD musikalisch herkommt, wo's hingehen soll und warum Streamingdienste und AirBnB oft auch richtig scheiße sein können.

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Männerträume

Sicher nicht nur das männliche Publikum hat davon geträumt, am heutigen Abend in Düsseldorf dem ultracoolen Crooner Dope Lemon zujubeln zu können. Das wird nichts wie wir wissen. Als Trostpflaster gibt's zumindest den neuen Song des Australiers, der nächsten Monat in seiner Heimat bereits wieder vor 5.000 Menschen auftreten wird. Seufz...
Uns zeigt sich Dope Lemon im Clip zu "Rose pink Cadillac" von seiner besten Seite. Schmachtender Soul in stylischen Klamotten mit jungen Tänzerinnen. Das kann derzeit kaum jemand besser als Dope Lemon, der sich an großen Vorbildern der 60er und 70er orientiert.
Es wird garantiert hammercool, wenn wir Dope Lemon endlich irgendwo bei uns um die Ecke  werden sehen können. Geduld, Leute...

www.dopelemon.com

Scheiß Musik im Radio

Wer schwerwiegende Probleme mit Radiomusik hat, dem hilft tatsächlich nur die Firma Leopard. Wie eigentlich jede deutsche Band, haben auch Leopard ihr Hauptquartier in unserer Hauptstadt, aber nur wenige besitzen diesen Berliner Bunker Charme von Leopard. Das Quartett begeistert mit geilen Gitarren, treibendem Schlagzeug und Bassläufen, die die Sau herrlich durchs Dorf treiben.
Das ist hochkonzentrierter Rock'n'Roll, Indie, Alternative, Punk oder wie immer ihr das nennen mögt. Zudem atmet Leopards Output den Geist der Scherben, dieser Kommunardenband der frühen 70er und erinnert uns an Zeiten als Systemkritik nicht per se Verschwörungstheorie genannt wurde.
Demnächst hat die Band ihre zweite EP auf dem Markt. Auf "Blaulicht" findet ihr die erste Single "Aus dem Katalog" und den großartigen Titeltrack. Das Album könnt ihr euch ab 11. Juni hier besorgen: www.leopardmusik.bandcamp.com. Für viel weniger als die GEZ-Gebühr!