
Christin Nichols hat hatte erste musikalische Erfolge in der Vor-Corona-Zeit. Mit Prada Meinhoff zog sie durch die Lande und verkaufte einen Sound irgendwo zwischen NDW und Electronica. Und wer die Band damals sah, der weiß: Christin ist eine raumfüllende Person. Rampensau und Bühnenderwisch.
Seit 2022 ist die Schauspielerin musikalisch solo unterwegs. Im April kommt das dritte, simpel nach ihr benannte Album der Deutsch-Britin und bietet elektronische Sounds, rockige Sounds, neudeutschwelliges und viel Gitarre.
Im Mai und Juni ist Christin in Deutschland unterwegs, z. B. im Kölner Stadtgarten.
stadtgarten.de
instagram.com/christin.nichols
Foto: Bella Lieberberg
Er hat mit Prince gespielt. Muss man noch mehr sagen? Eigentlich nicht. Aber inzwischen hat Sylvester Uzoma Onyejiaka II soviel Erfolg mit seinem Projekt Sly5thAve, dass die Prince-Referenz zur netten Anekdote verkommt. Der Multi-Instrumentalist aus Los Angeles verwirklicht mit Sly5thAve sein Verständnis von Musik und führt in ungeanhnter Eleganz Jazz, Hip Hop und Soul zusammen. Das letzte Album "Liberation" ist ist ein fast kammermusikalischer Streifzug durch HipHop und Jazz, durch Soul und Funk. Funky basslines, krasse Gitarren, feiste Bläser und schmalzige Streicher.
Sie ist unglaublich talentiert, sie wurde von Protoje gefördet, sie hat endlich ihren ersten Lonplayer draußen. "Treasure self love" ist das Album aus 2025, das nur manifestierte, was ein umfangreicher Output der Frau an großer Musik in den letzten Jahren ankündigte.
Mal mitreißend, mal ganz sanft: Die Indie-Funk Band rosmarin aus Kassel ist auf dem besten Wege, die deutsche Pop-Landschaft zu erobern. Mit ihrer Mischung aus warmen Synths und treibenden Beats schaffen die Jugendfreunde eine Atmosphäre, die gleichzeitig zum Tanzen und Träumen einlädt. Nun kommen rosmarin 2026 auf ihre bisher größte Tour. Und stoppen im Gdanska in Oberhausen. Hingehen!
"Love so nice". Was soll man mehr über Junior Kelly sagen? Es war das Jahr 2000 als Kelly Jamaica ordentlich aufmischte mit diesem Smash-Hit. Damit etablierte er sich schlagartig in der Riege der conscious reggae artists, die sich seinerzeit als Gegengewicht zum beherrschenden Dancehall in Stellung brachten. Zu großen Namen wie Tony Rebel und Anthony B gehörte nun plötzlich auch Junior Kelly und hielt die Fahne des Roots Reggae in moderner Variante hoch.
Marnele macht es anders. Sie hat sich dazu entschieden, sich nicht entscheiden zu müssen zwischen Punchlines und Poesie, Reflexion und Kampfgeist, Schwermut und Selbstermächtigung, unmissverständlichen Ansagen und metaphorisch-verschlüsselten Botschaften. Marneles Texte verknüpfen das große Ganze mit dem vermeintlich Kleinen. Die Bochumerin macht ihr Ding. Mit zeitgemäßem Sound, der wenig Wünsche offen lässt.