Am Ende geht's los

Zwischenzeitlich hört es sich an wie alte Soulklassiker, manchmal wie mondäner RnB, Coole-Jungs-Rap oder wie Musik aus einem vorbeifahrenden Benz, wenn der Druck vor dem Ton kommt. Beispielhaft für den Sound, den Wesley Joseph für sein Debütalbum "Forever ends someday" kreiert hat, steht der Track "If time could talk". Schwer tanzbare Sounds und Lyrics, die nahezu ohne Refrain auskommen, unterstützt von messerscharfem Rap. Alles begleitet von elektronischem Sound, der aus der Vergangenheit zu kommen scheint, als Pop und Electro sich begannen anzufreunden.
Für das neue Album hat sich Wesley offenbar vorgenommen, alternative Musik zu schaffen und das tatsächlich auch hinbekommen. Schließlich hat's auch drei Jahre gedauert, bis "Forever ends someday" fertig war. Die ersten beiden EPs von Joseph haben durchaus Aufmerksamkeit erregt und manch einer hätte daraufhin die Produktion eines Debütalbums beschleunigt. Schmieden solang das Eisen heiß ist. Nicht so der Mann aus den englischen Midwests.
in Ruhe entstand das erste Album und es macht den Eindruck, dass es sich gelohnt hat. 13 rundum extravagante Tracks, die auch visuell in den dazugehörigen Clips ansprechend umgesetzt werden. "Forever ends someday" erscheint am 10. April via Secretly Canadian.

wesley-joseph.com