Wachs in Adrians Händen

"In a space outta sound" hat sich nach der Veröffentlichung 2006 rasch zu einem ikonischen Album entwickelt. Auch für viele Boomer, die sich damals so etwa zwischen 30 und 40 bewegten und damit noch nicht in dem Alter, in dem man nur noch auf alte Helden schwört.
Was Nightmares on Wax damals in die Welt setzten, war am Puls der Zeit und jeder kannte es. Die meisten jedoch, ohne wirklich zu wissen, wo es herkam. Tracks wie "You wish" und "Flip ya lid" hat man schlicht irgendwann irgendwo gehört. Die geschmeidige Mischung aus Soul, Jazz, HipHop mit ein wenig Reggae und karibischen Sounds setzte sich im Gedächtnis einer Generation fest.
Zum 20. Geburtstag des Albums haben Nightmares on Wax die ursprünglichen Bänder des Albums an Adrian Sherwood weiter gereicht. Der Chef vom legendären On-U-Sound Label hat unzähligen Reggae-Alben den letzten Schliff verpasst und auch Größen wie Lee "Scratch" Perry auf die Sprünge geholfen, wenn's nötig war.
Sherwood hat sich acht Tracks der ursprünglich 12 des Originalalbums vorgeknöpft und daraus "In a space outta Dub" gemacht. Mit mehr Bass, Hall, Echo und neuen Overdubs hat der Meister am Mischpult das Album vielleicht nicht besser gemacht, aber um eine interessante Facette bereichert.
Ab Anfang April gibt es das Originalalbum plus die Dubversionen von Sherwood zum Geburtstag in einem schönen Vinylpackage. Mit neuem Design, leuchtenden Platten und einem Stickerbogen. Nicht geschenkt, sondern für 130 Euro. Da müssen wohl die Boomer herhalten, damit sie neben Rentenproblemen, Ökokatastrophen und Steuertricks nicht auch noch an schlechten Verkaufszahlen schuld sind.

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