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AREA 4 – die volle Ladung on stage & backstage PART 3

AREA 4 Alaaarm !!! AREA 4 - 26.08.07 - 3. Tag

Am Vortag war schon klar, dass BOOZED, gleich die erste Band, abgesagt hatte, aber so konnten alle nach der Disconacht, die bis in die hellen, frühen Morgenstunden ging, noch ein wenig länger ruhen, schlafen, entspannt ein paar Accessoires erstehen, weiter Bier trinken oder was auch immer.  Wetter: immer noch gut, sonnig, ohne knallende Hitze, Stimmung: kam so langsam wieder in Gang, man traf alte Bekannte wieder und bereitete sich (zumindest als Zeltplatzbewohner) mental auf einen weiteren Tag Beschallung vor. Die meisten Pendler ließen zu dieser Stunde noch ein wenig auf sich warten.

Den Tag eröffneten somit THE DRAFT aus Amiland, die direkt ordentlich Stimmung machten und keine Müdigkeit zuließen. Ihre Sache machten sie als neu ernannter Anheizer sehr gut und ihre melodische Mischung aus Punk, Rock und Indie machte auch am dritten Tag noch Lust auf mehr. Etwas schräg und gewöhnungsbedürftig, aber halt keinesfalls langweilig.

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THE FILMS - schon wieder eine Band mit definite article -, die sich aber aus derer Masse etwas merkwürdig herauszuheben versucht. Sowohl musikalisch mit sehr schrebbeligem Indie, als auch vom Erscheinungsbild her, denn sie kamen mal wieder ein wenig bunt daher und alle hatten zu schlaksiger Gestalt Hüte auf. Das hatte etwas komisch Britisches, obwohl sie ja auch aus den Staaten kommen, etwas aber nicht unbedingt wirklich Spektakuläres. Diese Band ist allerdings kein unbeschriebenes Blatt und man könnte ihnen vielleicht noch auf ihrer anstehenden Clubtour durch Deutschland (Oktober, November) eine Chance geben. Sie kamen nicht unbedingt an die Vorband heran, aber es war ja noch nicht aller Tage Abend.

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JINGO DE LUNCH präsentierten sich erfreulich frisch und spielfreudig, haben ja aber auch nur alte Sachen gespielt. So kam es denn, dass das ältere Publikum bei früheren Hits wie „Axe to grind" oder „Seen and done" (meinem persönlichen all-time JINGO-Favoriten) mitgröhlen und alte Erinnerungen aufleben lassen konnte. Sängerin Yvonne Ducksworth ist ja im Gegensatz zu ihren Mitstreitern auch noch nicht wirklich alt trotz längerer Spielpause der Band und ihre Nackenwirbel scheinen auch noch in Ordnung zu sein, sodass sie denn wie gewohnt moschte was das Zeug (oder die Frisur) hielt. Interessant war der türkisfarbene Lidschatten, der auch bei Tageslicht bestimmt bis in die letzten noch etwas spärlich bestückten Reihen leuchtete. JINGO hatten jedenfalls „a lot of fun", wie Yvonne später bestätigte und mit einem ihrer Lieblingsworte, nämlich „Awesome", unterstrich.

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Eine Band wie MADSEN kann man sich im Radio ja ganz gut anhören und auch beim MTV Band Trip, wo sie gegen Itchy Poopzkid in einem spannenden Race verloren haben, sorgten sie für hohen Unterhaltungswert, aber grundsätzlich ist ein Live-Gig dann wohl doch Geschmacksache. Sie haben ihre Sache ganz ordentlich gemacht, haben ihr Programm gut und auch druckvoll durchgezogen und einige jüngere Besucher und eingefleischte Supporter fanden es bestimmt super, ansonsten konnten sie sich wahrscheinlich nicht gerade ihre Fanbase auf diesem Festival vergrößern.

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SPARTA sind ja teilweise Mitglieder von At the Drive-In. Schafften es den dementsprechend hoch gesteckten Erwartungen gerecht zu werden und einen grandiosen Auftritt hinzulegen: spielfreudig, mit genug Druck ohne großen Schnickschnack. Haben super gerockt und gegroovt und kamen daher beim Publikum auch gut an. Sie haben ziemlich viel von der neuen Platte, die sicherlich nicht ohne Grund CD des Jahres im Visions war, gespielt und recht wenig Altes.

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Die Erfahrungen lehren, dass bei ... AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD ein wenig Vorsicht geboten ist, aber heute waren sie super drauf und haben es erstaunlicherweise geschafft, ihr Set durchzuspielen und nicht schon nach 10 Minuten ihr Equipment zu zerstören. Die Songauswahl war äußerst passend und sorgte folgerichtig auch für prima Stimmung im Publikum. Etwas befremdlich war der Roadie, der teilweise auf der Bühne mittanzte, versuchte für Stimmung zu sorgen und sogar einmal Backing Vocals übernahm.

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Auch wenn oder gerade weil man MANDO DIAO auf einem Festival anschaut erwartet man trotz größten Medienhypes um diese Band natürlich einiges. Leider waren sie aber eher eine große Enttäuschung. Sie haben routiniert ihr Programm runtergespielt und hatten dabei keine nachweislich sichtbare Spielfreude. Auch der Sound war nicht so berauschend. Möglicherweise waren die eigentlich sympathischen Schweden deswegen scheinbar schlecht drauf. Insgesamt war in der Summe die Stimmung für Mando Diao Verhältnisse also nicht so toll. 10 Minuten vor Ende der Spielzeit gingen sie von der Bühne und kamen auch nicht wieder.

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TOOL: Sind halt einzigartig. Musikalisch grandios, die Songauswahl war auch in Ordnung. Wie erhofft hatten sie auch alles dabei: Banner im Hintergrund, ihre  Videoleinwände und auch ihre Lasershow. Sie fingen etwa 10 Minuten später an, spielten bis 23.30 Uhr durch, gaben keine Zugabe, was aber bei Tool nichts Ungewöhnliches ist. Die Stimmung war für den späten Zeitpunkt (schließlich war es Sonntag) ziemlich gut, auch wenn TOOLs  Progressiver Metal halt nicht so die Party-ab-geh-Musik ist. Der Sänger hat allerdings ein paar Kilo zugelegt und bewegte sich etwas seltsam: so leicht steif und tapsig. Vielleicht lag es aber auch daran, dass er zuvor an einer Lebensmittelvergiftung erkrankt war. Auch wenn sich während des Festivals Gerüchte hielten, TOOL könnten deswegen auch nicht spielen, so hat sich dieses zum Glück nicht bewahrheitet und das AREA 4 ging fulminant und würdig seinem Ende zu und wir freuen uns auf nächstes Jahr.

-Lady Reason-

alle Fotos: Daniela Vorndran (MySpace)      oder        www.black-cat-net.de

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