Donna Regina: "Kultur sind wir ja irgendwie"

ImageMan sollte unserem allseits beliebten Heimatland nicht unbedingt vorwerfen, Donna Regina bisher etwas zu wenig beachet zu haben. Auffällig ist es allerdings schon, dass das Sample-Chanson-Duo-Trio auswärtig eine etwas höhere Wertschätzung genoss als hierzulande. Ursprünglich als Duo von Regina und Günter Janssen Anfang der 90er Jahre gegründet, stieß mit dem Album „A Quiet Week in the House" (1999) Steffen Irlinger (u.a. EinsLive-DJ) als fester Bestandteil zur Band und komplettiert seitdem die warme Analog-Soundbasis mit Samples und Elektronikgefrickel. Heraus kommen beseelte E-Chansons. Mit „Slow Killer" veröffentlichen Donna Regina in diesem Monat ihr achtes Album, das vierte beim Kölner Label Karaoke Kalk.

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CULCHA CANDELA in der Zeche Carl Essen 09/10/05

Feuer unter'm HinternBeginnt diese unsere Republik der hängenden Mundwinkel und obligaten Ruckreden eine Jetzt-erst-recht-Leidenschaft zu entwickeln? Man gewinnt diesen Eindruck, hört und sieht man eine Performance wie sie derzeit Culcha Candela auf ihrer Next generation tour zu bieten haben. Ein soundtrack, der so gar nicht zur aktuellen Miesepetrigkeit unserer Heimat passt.

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Anka Wolbert: "In a mad devotional style"

ANKAGeschlagene 14 Jahre ist es her, dass zuletzt Songs von Anka Wolbert auf Platte erschienen. Zu dieser Zeit war Anka noch Mitglied von Xymox. Die niederländische Wave-Band war 1991 längst im Pop angekommen mit einem Majordeal und über 300.000 verkauften Platten im Rücken. Aber wie so oft macht Erfolg nicht zwangsläufig glücklich... Die Originalbesetzung der Band zerbrach und während Ronny Moorings weiter Musik unter dem Namen Xymox veröffentlichte, kursierten um die anderen Gründungsmitglieder Anka Wolbert und Pieter Nooten nur jede Menge Gerüchte ohne aber, dass eine neue Platte erschien. Zeit für Aufklärung. Anka Wolbert berichtet über die Gründe für ihren Ausstieg bei Xymox, über ihre Projekte Vaselyn und Ambush sowie über ihre neue musikalische Zusammenarbeit mit Sophie Zeyl. Da die Xymox-Story aus Sicht von Ronny Moorings ja auch hinlänglich bekannt ist, wurde es schließlich auch mal Zeit die andere Seite zu hören...

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Lyricson - Born 2 go high (2004 special delivery music)

Geh mich weg!Lyricson ist kein alter Schwede, ist vielleicht Westafrikaner, eventuell Afroamerikaner, Karibe, möglicherweise Franzose. Born 2 go high ist nicht klassisch, vermutlich ist es Reggae, vielleicht aber auch Soca, möglichenfalls Rai oder R'n'B. Ich hielt Born 2 go high für abwechslungsreich, spaßmachend, anders. Bis ich es meinen Redaktionskollegen vorstellte. Die Apologeten der Ausgefallenheit, die Erzfeinde des Ephemeren zeigten sich gnadenlos: Pop, murmelten sie mir in meine verklebten Horchlöffel.
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In der nationalen Popecke

unerreichbar...Es lässt uns nicht los, das unangenehme Thema. Zumindest einige der sich links wähnenden Popliteraten, Journalisten und Musiker nicht. Die Spex in Person von Frau Doris Achelwilm widmete der Sache in Heft 09/2005 wieder einen ausführlichen Beitrag, weil just kurz vor der Wahl ein Sampler bei „unterm durchschnitt“ erschienen ist. Titel: „I can’t relax“. Darauf: Zum Teil unveröffentlichte Songs von Kettcar, Monochrome, Tocotronic, Die Goldenen Zitronen, Mouse on Mars, Lali Puna, Muff Potter, Robocop Kraus, Kante, Bernadette La Hengst, Die Sterne, Von Spar, Stella, Superpunk usw. Ziel: Die Stimme zu erheben gegen die Popularisierung der Nation. Die Gegner sind auch schnell ausgemacht. Namentlich: Mia., Rammstein, Wir sind Helden, Paul van Dyk, Peter Heppner, Fler u.a.

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Lepenik - Music with words - rhythms for dancing (genesungswerk)

LepenikBeim Benutzen eines Kaleidoskops ergeben sich aus den gegeneinander verschobenen Spiegeln und Objekten immer wieder neue Sichtweisen, bunte Muster und Kompositionen. Das Hören der neuen Werke von Robert Lepenik gleicht einem Blick in ein Kaleidoskop der Stilkunde, die selbst vor schmissigen Walzern oder thrashigem Micky-Maus-Metal nicht Halt macht.

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