11/09 DOPE LEMON im zakk, Düsseldorf

dope lemonSicher nicht nur das männliche Publikum träumt, davon den ultracoolen Crooner Dope Lemon mit seinem rosaroten Cadillac im zakk zujubeln zu können. Ein Konzert mit urbaner Lässigkeit und Alkohol auf der Bühne. Der Australier begeistert in seiner Heimat mit schmachtenden Soul in stylischen Klamotten. Das kann derzeit kaum jemand besser als Dope Lemon, der sich an großen Vorbildern der 60er und 70er orientiert.
Der Abend wird garantiert hammercool, wenn Dope Lemon sein letztes Album "Rose Pink Cadillac" in Düsseldorf vorstellt.

www.dopelemon.com
www.zakk.de

 

24/07 PROTOJE im Junk Yard, Dortmund

protojeProtojes Musik ist ein beständiges Statement der Reggae-Zukunft. Der Mann versteht es, hartgesottenes Reggae-Stammpublikum genauso zu befriedigen wie interessierte Crossover-Hörer. Protoje verschneidet Reggae mit Rock und Pop, lässt aber keinem Zweifel an seiner tatsächlichen Herkunft. Scheinbar endlos zitiert er Legenden des Reggae wie Bob Marley, Dennis Brown und Black Uhuru ohne Verdacht unnützen Nachdudelns. Parallel dazu fördert er Newcomer in beeindruckender Zahl zu Tage. Nicht zuletzt ist er Mentor von Koffee.
Es geht also nicht um Bedienung alter Klischees. Protojes Zitieren und seine permanente Nachwuchsförderung ist Ausdruck der Weiterentwicklung des Sounds im Sinn von: Jungs, ich hab's verstanden! Ihr habt mir Gold in die Hand gelegt, ich werde keinen Mist daraus machen.

Und mit ein wenig Glück bringt Protoje einen großen Koffer mit nach Dortmund und verkauft daraus frisch gepresst das neue Album "Third time's the charm".

www.junkyard.ruhr
www.protoje.com

Laufzeit von Kraftwerk verlängern

Anushka 4amFeatWolfgangFlrKraftwerke, egal ob Atom oder Kohle sind wieder en vogue. Kraftwerk war nie aus der Mode. Die Düsseldorfer Band hat Geschichte geschrieben. Und daher ist es für junge Musiker jedes Mal ein Ereignis, mit den Koryphäen zusammen arbeiten zu dürfen.
So ging es auch Anushka, deren Sängerin Victoria Port das Gefühl hatte, die Arbeit mit Wolfgang Flür sei etwas, "das man vor dem Ableben unbedingt erledigt haben muss". Über Freunde kam die Kooperation der britischen Band mit dem ehemaligen Schlagzeuger von Kraftwerk für den Song "4am" zustande.
Dabei kam ein Track heraus, der ganz dicke Bässe mit Victorias souligen Vocals und Wolfgangs Elektrostimme zusammenbringt und damit schlaglichtartig auf das Oeuvre von Kraftwerk zurückblickt. Ein Tanzflächenfüller, der nächtliche Parties abfeiert. Das ganze wird natürlich bei Tru Thoughts verlegt und ist hier zu hören.

 

Guten Tag und Auf Wiedersehen

Die Gaddafi Gals grüßen nett und verabschieden sich direkt wieder mit ihrem neuen Song "Bye bye". Ganz dicke Beats kennzeichnen "Bye bye". Der Wagen wird wackeln, wenn ihr aufdreht. In Kombi mit smoothen Synthies und einem mantraartigen Refrain ergeben diese Beats einen ganz feinen Track, der euch den Mund wässrig macht für das kommende Album der Berliner. Das ist zwar noch nicht angekündigt, aber "Bye bye" wirft bereits Schatten. Diese deuten darauf hin, dass die neuen Tracks womöglich ein wenig hochglanzpolierter sind und nicht mehr diesem flirrend-fragilen Avantgarde HipHop frönen, der das Vorgängeralbum auszeichnete. Wir warten gespannt!

www.instagram.com/gaddafigals

Commonwealth of Music

Die Queen wurde neulich heftig abgefeiert, doch die Frage bleibt, ob der von der Frau gepamperte Commonwealth of Nations nicht doch einfach nur sterbender Kolonialismus ist, wie er vom künftigen englischen König auf Jamaica peinlich zelebriert wurde.
Das königlich Konglomerat des Commonwealth hat zumindest auch Auswirkungen, die man tatsächlich feiern kann. Wie beispielsweise die Musik von Kokoroko. Das Londoner Team um die Trompeterin Sheila Maurice-Grey hat einen Sound geboren, der in den westindischen und westafrikanischen Communities Londons seinen Ursprung hat. Jazz verwoben mit Afrobeat, Highlife, Funk und Soul.
Mit einer horn-section zum Niederknien, afrikanisch inspirierten Gitarren und treibenden Drums und Percussion haut der Londoner Achter großartige Tracks am laufenden Band raus. Das neueste Stück ist "Age of ascent". Das Stück zeigt Kokoroko in einer mehr nachdenklichen Stimmung, büßt aber nichts von der mitreißenden Qualität ein, für die man die Band schätzt. "Age of ascent" ist der erste Auszug des kommenden Albums "Could we be more", das am 05. August bei Brownswood Recordings erscheint. Ganz unbedingt vormerken!

www.kokorokomusic.co.uk

Ach wie gut, dass niemand weiß....

Ich interpretiere das Auftreten von The Jordan als Statement, die Musik eindeutig in den Vordergrund zu stellen. Die Frau hat sich entschieden, visuell kaum in Erscheinung zu treten. In einer Zeit der persönlichen Optik-Optimierung und grenzenlosen Selbstdarstellung ist das bemerkenswert und erfrischend.
The Jordan präsentiert uns ihre neue Single, die selbstredend "You don't even know me" heißt und voller Understatement daher kommt. Ganz sachte Beats, ein wenig Klavier und hingetupfte Synthies ermöglichen es, dass The Jordan heftig mit ihrer Stimme wuchern kann. Das wirkt sinnlich, tief, betörend.
Daneben baut der gesamte Auftritt von The Jordan gehörig Spannung auf. Es wird in naher Zukunft eine ganze Menge zu entdecken geben.

www.thejordanmusic.com