Jerry Papers extracorporaler Synthie-Pop

Hinter Jerry Paper steckt der in Los Angeles lebende Songwriter, Produzent und Multiinstrumentalist Lucas Nathan. Der Junge macht sich richtig viel Gedanken um seine Musik und sagt Dinge wie: "Alles entwickelt sich nonstop weiter, weil ich mich als Mensch andauernd verändere, und diese Veränderungen bilden letztlich den Kern meiner Musik“.
Dieser Kern ist ein eigener Synt-Pop-Ansatz, den Lucas gern mit R'n'B- Einflüssen und einem gewisen Funk-Faktor ergänzt, wie der blaue Koala im folgenden Video beweist. "Your cocoon" ist die Ankündigung von Jerry Papers neuem Album "Like a baby", das im kommenden Oktober erscheint. Bei diesem Sound hat Lucas Nathan übrigens regelmäßig außerkörperliche Erfahrungen auf der Bühne,sagt er, „Momente, in denen sich das Ego vollkommen auflöst, was ich so nur auf der Bühne beim Grooven haben kann".
Es lohnt sich also, bei Jerry Paper reinzuhören und sich auf kommemde Shows zu freuen. Unruhr wird euch darauf hinweisen, sobald der Transzendente in Deutschland unterwegs ist.

www.jerrypaper.guru

 

Angenehmen Flug mit dem Space Captain

"All flowers in time" heißt das erste Album von Space Captain und es ist tatsächlich ein schöner Strauß an Melodien und Sounds. Wie ein seichte Welle schwappt Space Captains Musik in eure Ohren. Jazziges Ambiente mit freundlichen Gitarren und ein wenig Elektronik, gekonnte Trompeten und Saxophone, selbstverständlich Fender Rhodes und die eindringlich-angenehmen Vocals von Maralisa Simmons-Cook produziert die New Yorker Band am laufenden Meter. Und auch wenn die Musik völlig auf der Höhe ihrer Zeit ist, fühlt man sich beständig an ein unklares Früher erinnert.
Dringend zu empfehlen ist der Erwerb des Vinyls, denn das charakteristische Knistern gehört unbedingt zu "All flowers in time".

www.spacecaptainband.com

Endlich wieder schönen guten Tag

Hier lebt die goldene Zeit des deutschen HipHop auf, damals in den 90er klang das doch ganz anders als heutzutage. MC Bleistift, MC Schreibmaschine, Dr. Podwich, Streichholz MC, Masta Maik, Flowbotta, Fanta Yokai und DJ Ratzefummel erledigen das für euch. Sie sind das Verbale Style Kollektiv und fummeln in den Plattenksiten der Eltern rum. Und so werden Musikliebhaber einige Perlen der Musikgeschichte in den samplelastigen Beats von Fanta Yokai wiederfinden, der für die Produktion vielen vergessenen Genies von damals ein Denkmal baut.

"Schönen guten Tag" ist die erste Single von VSK aus dem am 10. August erscheinenden Album "Wo die wilden Kerle flowen". Das Verbale Style Kollektiv feiert die Werte, für die ihre geliebte Kultur früher einmal stand: Peace, Love, Unity & Havin Fun!

 

 

Licht aus, Spot an!

TedLo ist so jung, dass er noch nicht geboren war als die Musik im Fernsehen lief, die er heute wieder aufleben lässt. "Lemonade" gräbt sich bis in die 70er zurück als die Bands Sweet und Bay City Rollers und der uncoole Moderator des Musikfernsehens Ilja Richter hießen.

Vielleicht hat TedLo das von den Eltern, mit denen er behütet in Sommerset aufwuchs. Nach ersten Erfahrungen in der heimischen Schulband ging es schnell nach Bristol zum Musikstudium. Dort vertiefte er seine Vorlieb für elektronische Musik. Seine digitalen Erfahrungen fließen in die heutige Musik TedLos ein, aber genauso bedient er sich analogen Instrumenten. Und dabei kommt eben so etwas wie "Lemonade" heraus.

Das hört man sich an und fragt sich, in welche Untiefen unserer Musiksozialisation uns TedLo demnächst führen wird.

www.facebook.com/tedlomusic

Miss Baas spricht unviserval language

Die Russin mit dem jamaikanischen Ghettoslang bastelt derzeit heftig an ihrem Debütalbum "F.ROOTS". Auf ihren letzten EP "M1553225" hat die Miss bereits bewiesen, dass sie in der Lage ist, Reggea und Dancehall mit Pop und Bass music zu verschmelzen. Im neuen Video "M.A.D.L. (Music a de language)" mixt sie auch diverse Sprachen zusammen für die universelle Botschaft. Global Bass Music! Da ist es doch prima, dass es lyric videos heute so in Mode sind.
"M.A.D.L. (Music a de language)" ist der Appetizer für das kommende Album und macht noch lange nicht satt!

www.facebook.com/missbaas

Party in der Banlieu

Wenn das Pariser Produzentenduo The Blaze im September das Debütalbum "Dancehall" veröffentlicht, dann sind sie bereits bekannt wie bunte Hunde. Denn mit ihren emotionalen und komplett in Eigenregie realisierten Musikvideos zu Tracks wie „Virile“ haben die beiden Cousins im vergangenen Jahr weltweit für Furore gesorgt und gleich mehrere Preise abgeräumt.
Der Elektropop von The Blaze mit Anklängen an Techno und House ist Partymusik zur Feier der Jugend, aber in einer anderen Art auch mitfühlend und bewegend. Die Süddeutsche sprach gar von einer neuen arabischen Pop-Ästhetik. Insofern ist der Titel des kommenden Albums irreführend. Denn "Dancehall" hat nichts mit der jamaikanischen Reggae-Variante zu tun, sondern meint den Dancefloor als Ort, wo Menschen zusammenkommen und Party machen. Und dort kommt man an der Musik von The Blaze bald nicht mehr vorbei.

www.theblazeprod.com