Revue

Wenn Omas Dutt platzt

duttsDa geht eurer Omma aber der Hut hoch, wenn ihr The Dutts hört. Kompromisslose Gitarre, permanent rollender Bass und knallende Drums. Drei Hamburger Jungs, die sich den Punk auf die Fahnen schreiben. The Dutts veröffentlichen heute ihr gleichnamiges Debüt, das euch keine Zeit zum Luftholen lässt. Acht ohrschmalzsprengende Stücke voll rausgebrüllter Energie, schmerzfreier Punk für 2018. Die ersten Stücke "Madness", "Problems" und "Braindead" kursieren bereits im Netz und hier ist "Lazy boy" für euch. Yayaya, hier geht's lank, Peter Pank!

Unsere Traumfrauen

Das sind also unsere Traumfrauen: Rakel Mjöll, Alice Go und Bella Podpadec lernten sich an der Kunsthochschule in Brighton kennen. Und taten sich eigentlich zusammen, um ein Art Perfomance Projekt zu starten. Dabei ist dann eine Band heraus gekommen, die eher an Naturgewalten erinnert. Die drei Damen zelebrieren einen explosiven, krachenden Gitarren-Indie-Wave-Rock. "Wir sind ein Power-Trio", sagt dann auch Alice Go von Dream Wife. Das ist keine Musik für Hochzeitsgesellschaften mit Sekt, sondern nur für Undergroundpartys mit Wodka. Heute bringt Dream Wife das gleichnamige Debütalbum auf den Markt. Festhalten!

www.dreamwife.co

 

Süße Alpträume

Diese Alpträume lassen sich aushalten! Begrüßen wir also gelassen das neue Album von Nightmares on Wax. Nach fast fünf Jahren meldet sich der Meister in voller Länge zurück. Am kommenden Freitag erscheint endlich "Shape the future", nachdem bereits einige neue Songs von N.O.W. öffentlich gemacht wurden. Seit nun schon 25 Jahren zählt Nightmares on Wax zu den Influencern und Inspiratoren für so viele Musiker. Das neue Album enthält einmal mehr den unverwechselbaren Nightmares-Sound, der Soul, Hip-Hop, Dub und zeitlose Club Sounds zu unwiderstehlicher, elektronischer Musik verbindet.

www.nightmares-on-wax.bleepstores.com

Wenn die Glocke Dessa schlägt

Hätte Suzanne Vega damals richtig rappen gelernt, wäre sie vielleicht bereits Dessa gewesen. War Neneh Cherry schon ein bisschen Dessa? Oder ist Dessa ein Songwriter auf R'n'B?
Dessa hat sich einen ganz eigenen Platz in der Musikwelt verschafft. Und mit dem inzwischen vierten Album wird sie diesen untermauern. Die Rapperin und Autorin, Musikerin und Essayistin wird am 23. Februar das neue Album "Chime" veröffentlichen und wer Dessa noch nicht kennt, wird sie spätestens dann kennenlernen. Die Leute des National Public Radios, die Trends vor allen anderen erkennen, haben "Chime" für 2018 bereits als "hotly anticapated album" angekündigt.
Bisher kursieren im Netz nur Videos zu einzelnen Stücken, insbesondere lyric videos wie das zu "Fire drills". Und unter uns: Bei welchem Künstler machen lyric videos mehr Sinn als bei Dessa.

Deshalb vormerken: 23.02.2018, der Tag an dem "Chime" von Dessa das Licht der Welt erblickt.

Noch 'ne Zugabe von Anderson East

Es ist ein wenig ungewöhnlich, sein zweites Album "Encore" zu nennen. Ob sich die Leute, die den Blues im Herzen tragen Sorgen machen müssen, dass es mit Easts Musik nun wieder vorbei ist? Erstmal steht aber der Nachfolger des äußerst erfolgreichen Debüts "Delilah" ins Haus. 2015 hat Anderson East mit diesem Album den Blues wieder ins Gespräch gebracht.
Jetzt also "Encore". 11 Stücke, die East und seine Band im RCA Studio in Nashville aufgenommen haben. Und nun will ich ein Raunen von euch hören, da dieser Hauch der Historie an euch vorüber weht. Zudem ist Easts neues Album produziert von Grammy Gewinner Dave Cobb aus Nashville, der bereits "Delilah" dirigierte. Zudem ist die Country-Größe Chris Stapleton am Song "King for a day" beteiligt, enthält das Album Coverversionen von Ted Hawkins und Willie Nelson. Aber auch die Leute, die man nicht mit dem Blues in Verbindung bringt, hat sich Anderson East fürs zweite Album ins Boot geholt wie Ed Sheeran und Dance-Producer Avicii, der bei der Single "Girlfriend" seine Finger im Spiel hatte.

Man kann also sehr gespannt sein auf das heute erscheinende zweite Album von Anderson East.

www.andersoneast.com

o.k.kuper, Frau Lu, Unruh und unruhr

Huntlosen. Huntbegraben. Eine Scheune im Hinterland. Die alten Scheiben sind blind, Gott sei Dank nicht taub. Nicht gut reinzuschauen, doch wirklich: Man hört, was rauskommt.

Das Schlagzeug war mal Enzo Ferraris Metronom, der Typ links kramt in einem Schiffscontainer voller Gitarrenriffs und über die Abschaffung der Soli diskutiert hier niemand. Der Lange in der Mitte singt deutsche Lyrik. Mal geschmeidig wie Kaschmir, mal kratzbürstig wie dein Angora-Unterhemd an kalten Tagen. Und jetzt schreit der Bass: Los geht’s, Jungs!
Die Kollegen von o.k.kuper sind nicht exaltiert, sind unprätentiös. Kein Pathos, der dich ankotzt. Übers platte Land geht's eben nur geradeaus. Der Sound von Bass, Gitarren und Schlagzeug hat lange Wurzeln in der Rock- und Pophistorie, ist auch ohne digitale Spielereien auf der Höhe der Zeit. Geht das? Kann deutsche Musik dieser Tage hip sein, cool sein, Relevanz besitzen, ohne aus Berlin zu kommen? Berlin…ach Gottchen…hier und jetzt kommt Oldenburg!

Frau Lu ist die erste Single und macht Vorgeschmack auf das demnächst erscheinende Album.

www.facebook.com/okKuper