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01/07 + 02/07 COMPANIA BATACLAN beim UZ Pressefest, Dortmund

companiabataclanFür die Compania Bataclan aus Bochum war Ende 2014 zunächst einmal Schluss, doch am Jahresende 2015 regte sich das zarte Pflänzchen der Wiedervereinigung. Die Truppe hat die Zeit genutzt für personelle Veränderungen und für viele Gedanken und Diskussionen, wie's denn weitergehen könnte. Die Ausrichtung wurde etwas verändert, aber die Basis bleibt weiterhin Polit-Balkan-Klezmer-ReggaeSka und Anatolian Grooves. Mit der neuen Besetzung sind bereits zahlreiche neue Songs eingespielt worden. Die gibt's beim UZ-Pressefest in Dortmund-Wischlingen zu hören, am 01.07 um 20.00 Uhr und am 02.07. um 19.45 Uhr.

www.pressefest.unsere-zeit.de

18/06 DE LA SOUL im Stahlwerk, Düsseldorf

delasoulNennt man pensionierte HipHopper eigentlich auch Altrocker?
Solche Veteranen kommen nämlich nun ins Stahlwerk nach Düsseldorf. De la Soul melden sich zurück. Nach langer Zeit gibt's wieder etwas von den drei Jungs aus New York. 1989 nahm deren Karriere richtig Fahrt auf. Mit der Veröffentlichung des Debütalbums "3 feet high and rising" waren die Jungs mit einem Schlag bekannt. Markenzeichen von De la Soul waren schon immer die umfangreichen Samples aus allen musikalischen Ecken. Das hat man angeblich auch für das neue Album wiederbelebt. Im August 2016 soll "And the anonymous nobody" erscheinen. Das erste Album nach 12 Jahren!. Geht davon aus, dass bereits viele neue Tracks in Düsseldorf gespielt werden.

www.stahlwerk.de

09/06 JAMES TENNEY / ULRICH KRIEGER in der Kunst-Station Sankt Peter, Köln

rm kriegerIn der Konzertreihe reiheM tritt der amerikanische Komponist James Tenney (1934-2006) auf, der zu den "American Maverick Composer" gezählt wird. Kompromisslose Individualisten, die eigentlich keiner Schule zuzuordnen sind. Sein Werk ist ein ständiges Aufbrechen zu und Suchen nach neuen Grenzen, ob es sich dabei um frühe Computermusik handelt oder um das Ausloten von Stimmungssystemen jenseits des Wohltemperierten, wie in Saxony. Gern greift er dabei auf Obertonverhältnisse zurück und die Form des Kanons, der im Fall von Saxony durch ein langes elektronisches Delay realisiert wird. Dabei ist das Resultat alles andere als eine physikalische Demonstration oder eine akademische Übung: Aus der allmählich anwachsenden Schichtung langgehaltener Töne entsteht ein Drone, in dem man wie in einer Landschaft verweilen kann.

Einen ähnlichen Sonderweg beschreitet Ulrich Krieger (Foto rechts). Über die Jahre hat er konsequent eine eigenständige Art des Saxofonspiels entwickelt, die er selbst als "akustische Elektronik" beschreibt. Virtuos bewegt er sich zwischen verschiedensten musikalischen Genres - vom experimentellen Rock bis zur Silent Music - wobei er auf die konventionelle Virtuosität der Finger weitgehend verzichtet und sie durch einen raffinierten Klangsinn ersetzt. Sein fünfsätziges Stück "RAW - Desert Towns of Southern California", von dem er an diesem reiheM-Abend Ausschnitte präsentieren wird, legt davon Zeugnis ab. Dark Ambient, Noise und Sub-bass drones, aus denen bisweilen fremdartige Melodien entsteigen.

www.sankt-peter-koeln.de

Foto: Andrea Thamm