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01/01-31/12 BEST OF RUHR.2010: Route der Wohnkultur

rdw_bspEndlich dem Nachbarn unter die Bettdecke schauen? Klar: Ist langweilig in Zeiten von Facebook & Co, wo sich jeder auch ohne Not entblößt. Spannend wird es erst dann, wenn daraus Kultur wird. Wohnkultur.
Wo? Na, eben beim Nachbarn.
Bei dem blasierten Arschloch? Genau, bei dem.
Von der Fabrikantenvilla zur Gartenlaube, vom Gründerzeitviertel zum gemeinschaftlichen Wohnprojekt, von der Hochhaussiedlung der 1970er Jahre zum Fachwerkhaus im alten Dorfkern – all dies sind Beispiele einer Wohnkultur, die so vielfältig, widersprüchlich und eigen ist, wie das Ruhrgebiet selbst. So wie du eben auch.

Die „Route der Wohnkultur“ will als Projekt der Kulturhauptstadt RUHR.2010 im Kulturhauptstadtjahr ausgewählte, bewohnte Wohnungen des Ruhrgebietes öffnen und unterschiedliche Lebenswelten und Wohnkulturen von der Region bis zum Wohnzimmer sichtbar machen. Dazu gehören nicht nur historisch bedeutsame Wohnsituationen wie die typischen Zechensiedlungen, sondern auch „Newcomer“, gelungene und gescheiterte Experimente, aus der Mode gekommene, wieder entdeckte, umgebaute oder behutsam erneuerte Wohnformen sollen thematisiert werden.

Das ganze Jahr über kann der geneigte Voyeur an Führungen teilnehmen. Spannend wird es jedoch erst ab Sommer:  Im "Sommer der Wohnkultur" in den Monaten August, September und Oktober werden zusätzlich ausgewählte bewohnte Wohnungen entlang der geführten Touren für die Besucher geöffnet. Am "Tag der Wohnkultur", einem Tag im September 2010, werden alle teilnehmenden Wohnobjekte der Route der Wohnkultur für Besucher zugänglich sein, diese können unabhängig von Führungen besucht werden.


rdw_logo_4c-150x150Und für Intellektuelle jetzt noch mal die akademische Bla-Version - garantiert formuliert von Raumplanern aus Dortmund:
"Die „Route der Wohnkultur“ macht die physischen, sozialen und atmosphärischen Besonderheiten des Raumes auf unterschiedlichen Maßstabsebenen unter Berücksichtigung des jeweiligen Kontextes erlebbar. Dazu gehören die Wohnung selbst, ihre Materialität, Flexibilität und Anpassbarkeit, das Wohnumfeld, der Standort im Stadtgefüge, die Dichte und Mischung der Nachbarschaft sowie Sozialstrukturen und Fragen der Identität und Symbolik einer Wohnform. Die „Route der Wohnkultur“ spricht gleichermaßen ein Fachpublikum wie auch die interessierte Öffentlichkeit an. Denn jeder ist ein Experte im Wohnen."

Wer es noch härter braucht, liest die Details unter: http://www.routederwohnkultur.de/

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